OMS - Echtzeitbetriebssystem (OPEN MAIL SYSTEM)

· Konzeptionelle Klarheit
· Nachrichtenelemente erkennbar
· Standardisierter Taskaufbau
· Eventsteuerung
· Nur bedingter Systemüberblick nötig
· Multiprozessorfähig
· Leichte Busankopplung

Das Betriebssytem OMS stellt dem Programmierer Funktionen zur Verfügung, die ihm die Erstellung der Applikationssoftware spürbar erleichtern.

Die Applikationssoftware wird in einzelne Blöcke aufgegliedert.
Den wichtigsten Block stellt das "mailing" und "queueing"-System dar.

Wichtige Daten, die das Betriebssystems zur Aktivierung von Tasks benötigt, werden in zwei Tabellen geführt, die

  • "mail_dest_tab" und die
  • "task_desc_tab"

Die "mail_dest_tab" ist eine zweidimensionale Tabelle,
in deren Spalten alle vorkommenden Nachrichten (-nummern)
und in den Zeilen die einzelnen Tasks eingetragen werden.
Jede "Anwendungstask" trägt bei der Initialisierung ihre Wünsche auf Nachrichten ein.
Es wird ein Nachrichtenverteiler angelegt.
Wenn das Betriebssystem in der Systemqueue eine Nachricht vorfindet,
ruft es alle Tasks auf, die sich im Verteiler eingetragen haben und übergibt
ihnen diese Nachricht.

In der "task_desc_tab" werden für jede vorkommende Applikationstask
Funktions- und Tabellenzeiger geführt.
Die Zeiger werden von der Applikationstask beim booten in die Tabelle eingetragen.

Neben dem zentralen mailing und queuing-System gibt es noch Hilfsfunktionen,
die das OMS anbietet, z.B data-link-layer für Schnittstellen,
Timeoutsystem, System zum Lesen und Beschreiben von EEPROMS,
Displaytreiber, Outputtreiber sowie Bedienung der Serviceschnittstelle.
Die System-Tasks werden im Hauptprogramm in einem "round-robbin" Verfahren aufgerufen.